dem dräum


kreis

im dräum spielt wirkliches ein spielchen macht man regeln aus

dem nichts und nichtigt fixe größen baut mit bildern schöne

zähne zeigt man talwärts richtung gipfel gibt man wörtern neue

schatten leiht man lichtern dunkles leuchten gibt man gedanken

aus zum denken liefert phantasten einen freien ast zum sitzen

und zum schauen und zum schnitzen und zum bauen und zum

nisten und zum hauen und im dräum da warten viele leere

stellen auf die da drüssig sind vom füllen ihrer federn und vom

rupfen vieler fehler und bestellen spröder felder und im dräum

da stürzen bilder von den häusern in die augen die da blitzen

in den fragenhaften fratzen fahler freier die da leben unterm

joch der vielen musenhurenuhrenstopper dieser welt die keine

pause kennt und rennt und rennt und räder schlägt bis keine

pause mehr da nichts mehr von belang entstehen lässt und

gegen ende bloß die einsicht in das müde hirnschmalz presst

dass tausend gabelungen früher man sich niederlassen hätte

sollen am rand des weges um im rhythmus des verschnaufens

einen farbenfrohen dräum im aug sich angeschaut zu haben.

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