Die Mechanik des Vergessens

Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, an diese eine Sache, an die ich mich seit gestern irgendwie nicht mehr erinnern kann. Jaja, nicht jeder achso denkwürdige Augenblick bleibt uns im geistigen Album erhalten – dazu herrscht im Kopf ein viel zu strenges ökonomisches Regiment. Alles, was irgendwie entbehrlich ist, wird der Vergessenheit preis gegeben, um die Festplatten nicht mit Müll voll zu spammen.

 

Das geistige Bild, das uns vom Zeitpunkt des Erlebnisses bleibt, verliert dabei mit jedem verstrichenen Tag an Details, wird unschärfer, gröber, kleiner – bis bloß noch eine Ahnung davon übrig bleibt. Schließlich verschwindet es im Dunkel, wir haben es vergessen.

 

In diesem Projekt wurde versucht, den Prozess des Verschwindens geistiger Bilder fotografisch nachzuzeichnen.

 

Bleibt bloß zu hoffen, dass Ihnen die Arbeit nicht in den kommenden Tagen wieder völlig abhanden kommt. Schade wär's.

 

 

Projektdaten

Entstehungsjahr:

Status:

 

2011

Abgeschlossen